Smartphone-Banken überschwemmen die Schweiz

Digitale Banken sind in der Schweiz nicht mehr wegzudenken. Smartphone-Banken haben mittlerweile bereits den Name „Challenger-Banken“ und bedrohen die Existenz der traditionellen Banken.

Smartphone-Banken ersetzen traditionelle Banken 

Smartphone-Banken, welche auch als Neobanken bekannt sind, überschwemmen derzeit den Schweizer Markt. Mittlerweile gibt es über hunderttausend Smartphone-Banken in der Schweiz. Die Schweizer Banken kämpfen mit den steigenden Kundenzahlen der Smartphone-Banken. Laut einem Bericht verlieren traditionellen Banken jedes Jahr zweistellige Millionenbeträge, da die Kunden aufgrund günstiger Kondititionen zu Smartphone-Banken wechseln. 

Dei 3 grössten Smartphone-Banken 

Die grössten Herausforderer sind derzeit Revolut, N26 und Zak. Die britische Smartphone-Bank Revolut hatte im August 2018 noch 50.000 Schweizer Kunden. Im Herbst letzten Jahres stieg die Zahl auf 250.000 Kunden. Die Smartphone-Bank N26 starte 2019 seinen Markteintritt in der Schweiz und fokussiert sich auf europäische Expats, Grenzgänger und Gewerbekunden. Bei der Bank Zak handelt es sich um eine digitale Lösung der Bank Cler. Auch diese hatte 2019 grossen Erfolg und zählt derzeit 20.000 Schweizer Kunden. 

Smartphone-Banken überzeugen durch ihre Features

Der Wechsel von traditionellen Banken zu Smartphone-Banken hängt primär mit den hohen Bankgebühren zusammen. Weiter zeigt die Studie der Beratungsfirma Capco, dass Smartphone-Banken vor allem funktionaler, einfacher und intuitiver zu bedienen sind. Ein weiterer Pluspunkt sei die Verwaltung. Besonders positiv empfinden die Kunden die Verwaltung des Kartenmanagements, bei der Kunden selber ihre Karten sperren, freigeben, Pinänderungen und Sicherheitseinstellungen vornehmen können. Bei traditionellen Banken ist dies meist nur durch direkten Kontakt in der Filiale oder per Telefonanruf möglich. Auch bei der Organisation der Finanzen punkten Neobanken durch ihre intuitive Anwendungen und Analysen. 

Nachteile der digitalen Banken

Aber auch Smartphone-Banken haben mit Risiken und Nachteilen zu kämpfen. Traditionelle Banken verfügen über verschiedene Zahlungsarten und bieten ihren Kunden dadurch eine grössere Freiheit und Flexibilität. Durch das Fehlen von Filialen erweist sich auch das Einzahlen von Bargeld schwieriger und so müssen Kunden auf teure Alternativlösung zurückgreifen. Gleichzeit wird auch das Geldabheben bei digitalen Banken zum Problem. So zahlen Kunden von Smartphone-Banken teilweise bis zu 5 € pro Abhebung. Ein weiterer Nachteil ist der fehlende oder mangelhafte Kundenservice; geschuldet ist dies zum grössten Teil aufgrund nicht ausreichender Infrastruktur. 

Traditionelle Banken müssen sich anpassen

Durch die immer stärker steigende Konkurrenz sind Banken gezwungen ihre Erfolgsstrategie anzupassen. Auch wenn die Schweizer Banken bis heute noch mehr Vertrauen geniessen und in der Vielfalt der Zahlungsbereiche sich von der digitalen Konkurrenz abheben, müssen sich traditionelle Banken trotzdem ständig weiterentwickeln. 

 

Photo by Paul Hanaoka on Unsplash

 

 

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