Erfolgsrezept Twint: Die Nachfrage nach bargeldlosen Zahlen steigt

Das Bezahlen von Rechnungen mit dem Handy ist immer beliebter in der Schweiz geworden – vor allem die Bezahl-App Twint. Zumal Twint als sicherer gilt als PayPal.

Der grosse Erfolg von Twint

Derzeit nutzen knapp 2 Millionen Menschen in der Schweiz Twint. Auch die Anzahl der Transaktionen hat sich vervierfacht und so werden monatlich5 Millionen Transaktionen über Twint erledigt. Der Erfolg von Twint belegen auch die Zahlen der User: pro Tag laden 3000 neue Schweizer die App herunter. Auch im Ausland ist das Zahlungsmittel mit dem Handy beliebt – besonders bei Chinesen. Damit die chinesischen Touristen in der Schweiz mit der neuen Zahlungsart bezahlen können, kooperiert Twint mit der chinesischen Kommunikations- und Bezahlapp „WeChat“. Allerdings gibt es Twint bisher nur in der Schweiz und so sind Bezahlungen mittels der App nur in der Schweiz möglich. 

Handy und Portemonnaie in einem

70 – 80 % aller Zahlungen, die über das Smartphone getätigt werden, werden mittels Twint bezahlt. Somit ist die Bezahlapp die Nr. 1 der mobilen Zahlungssysteme in der Schweiz. Der Erfolg basiert vor allem auf der „Geld senden und anfordern“ Funktion. Dadurch können User einfach an Freunde und Familien Geld versenden – und das in Echtzeit. Zudem kann online ohne die Eingabe von persönlichen Zahlungsinformationen bezahlt werden. Somit ist für viele Twint Handy und Portemonnaie in einem. Jedoch zeigt die Comparis Befragung, dass nur 2,3 % der Schweizer das Smartphone für Bezahlvorgänge verwendet. Folglich bleibt das beliebteste Zahlungsmittel bei den Schweizer immer noch die Debitkarte. Diese überzeugt die Schweizer durch ihren kontaktlosen und gebührenbefreiten Bezahlvorgang.

Wie sicher ist Twint? 

Jedoch haben viele Schweizer auch ihre Zweifel bei dem neuen Zahlungsmittel und halten die mobile Zahlungsmöglichkeit für unsicher. Doch hinter der neuen Bezahlapp steckt ein ausgeklügeltes und sicheres System, welches den gleichen Sicherheitsstandards der Schweizer Banken entspricht. Um die App zu öffnen, muss der Nutzer diese durch ein Passwort, sein Gesicht oder seinen Fingerabdruck entsperren. Und das System hat Erfolg; bisher hat Twint keine Missbrauchsfälle zu verzeichnen. 

Allerdings ist Betrug heutzutage einfacher geworden. Die Schweiz wird vor allem von zwei Arten von Betrug konfrontiert – Phishing oder Telefonbetrüger. Zumal die Digitalisierung es den Betrügern vereinfacht auf persönliche Daten zuzugreifen. Umso mehr sollte man nicht blind den Schutzfunktionen der Anbieter vertrauen. So haftet im Falle eines Betruges Twint mit maximal 5'000 Franken und das auch nur, wenn der User alle seine Sorgfaltspflichten eingehalten hat. Ein weiterer Kritikpunkt ist der Datenschutz. Google Analytics verwendet die Daten von Twint, wenn diese nicht in den Einstelllungen von Twint ausgeschaltet werden. 

Für wen eignet sich die App

Die App eignet sich für Jeden, der mit dem Handy bezahlen möchte und sich für die neuesten Technologien interessiert. Weiterhin lohnt sich Twint vor allem für das Online-Shopping, da die Schweizer im Online Shopping besonders zögerlich mit der Kreditkarte zahlen. Für viele Branchen ist das bargeldlose Bezahlen ein unschlagbares Argument. So wird Twint in 800 Hofläden und auf 100.000 Parkplätzen bereits als Zahlungsmittel akzeptiert, um so Kassendiebstähle zu vermeiden. 

 

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